Video: Sebastian Schloemp
Bildungsweg
seit Dezember 2024 Dozentin an der VHS München, Lithographie
seit April 2024 studentische Hilfskraft der Lithographie Werkstatt, Akademie der Bildenden Künste München
seit 2019 Studium Bühnen- und Kostümbild, Akademie der Bildenden Künste München, Katrin Brack, Korbinian Schmitt
2023 - 2024 Studium Freie Malerei, l’École des Beaux-Arts Marseille
2014-2017 Ausbildung zur Theatermalerin, Theater Ulm
Berufspraxis
seit 2024 Atelier in der Künstlergemeinschaft ETAGE 46
seit 2021 Selbstständige Arbeit als Theatermalerin, u.a. für die Bavaria Film Studios, Tollwood Festival
2023 Mitarbeit Sommer- und Wintertollwood
2022 - 2023 [leer]RAUM - Kuratierung einer künstlerischen Zwischennutzung, mit Leni Burger und dem MAD
2022 Szenenbilder: “die Brieffreundin”, “Bloody Secrets”
2021 Szenenbild “Langer langer Kuss”
2021 Projekte Kunstmalerin: “The Empress”, “Munich Match”, “ Die Luden”
2021-2022 Anstellung Residenztheater
2020-2022 Atelier im Atelierpark des Bahnwärter Thiels
2018/2019 Anstellung Gärtnerplatz Theater München
2017-2018 Anstellung Theater Ulm
Ausstellungen
Upcoming: Januar 2025 “Transfer”, Leipzig (Group)
September 2024 “Transfer”, Akademie Galerie Nürnberg (Group)
Juli 2024 “Der Große Frost”, Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste München
Januar 2024 “Ou les bus dorment”, Jeanne Barret, Marseille (Group)
Juli 2023 “Ein Schloss”, Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste München
Januar 2023 “Dying House”, Künstlerische Zwischennutzung,
Kollektiv Broke.today (Group)Dez. 2022 “Exhibition 1”, [ ]RAUM (Group)
Nov. 2022 “Embrace”, Farbenladen (Solo)
April 2022 “Modern Dreams”, U-Bahn Galerie (Solo)
Sept. 2021 “Maschinenhaus”, Künstlerische Zwischennutzung, Kollektiv Broke.today (Group)
2021 Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste München (Group)
Stipendien
Seit 2023-2026 Atelierstipendium der Stadt München
ab Juli 2025 Atelier auf dem Domagk Gelände der Stadt München
2024 LFA Kunstkalender Preis mit “Der Große Frost”
2023 LFA Kunstkalender Preis mit “Ein Schloss”
Mercedes Corvinus wurde 1993 in Ulm geboren.
Nach ihrem Abitur folgte die Ausbildung zur Theatermalerin, mit anschließender Berufspraxis an verschiedenen Theatern, u.a. dem Staatstheater am Gärtnerplatz München und dem Residenztheater München.
2019 begann sie mit dem Studium zur Bühnen- und Kostümbildnerin an der Akademie der Bildenden Künste München, unter Professorin Katrin Brack.
Neben dem Studium arbeitet die Künstlerin in der Film - und Theaterbranche für wechselnden Produktionen; als Szenen- und Bühnenbildnerin, sowie als Kunst- bzw. Theatermalerin.
Ein besonderes Projekt war die Umgestaltung der leerstehenden Verkaufsfläche im Motorama München zu einem "temporary art space” - dem [ ]RAUM. Gemeinsam mit Leni Burger kuratierten und organisierten die beiden Künstlerinnen innerhalb von vier Monaten, vier Ausstellungen mit insgesamt ca. 50 Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen. Ziel des [ ]RAUM war es, in der Kunstlandschaft Münchens einen Ort für junge Kunst zu schaffen und gleichzeitig eine Vernetzung zwischen einzelnen Kunstsparten zu generieren. Gefördert wurde das Projekt durch den MAD (Munich Art District).
Ihre malerischen Arbeiten handeln von der Darstellung einer entrückten Wirklichkeit. Zentral sind dabei Figurenkonstellationen, die in einen urbanen Kontext eingebettet werden. Hier lässt sich die Bezugnahme zur Szenographie, bzw. deren Einfluss auf ihre Malerei erkennen. Denn die figurativen Darstellungen erscheinen oft fast performativ und finden sich in räumlichen Situationen wieder, ohne dass ein klassischer Raum dargestellt wird. Die Natur scheint von der Architektur verdrängt zu werden, dennoch entsteht oft ein Spannungsfeld zwischen beiden. In den weitläufigen, kargen Landschaften tauchen immer wieder Spuren des modernen Menschen auf, wie z.B. Windräder, Bushaltestellen, Fabrikgebäude, Strommasten, etc. Als Vorlage dienen ihr sowohl Fotos, als auch Skizzen. Sie arbeitet mit Elementen der Realität, ohne sie in ebendiesem Kontext wieder zu geben. Stattdessen macht sie sich die Malerei als Mittel der Entfremdung zunutze, mit welcher sie - ähnlich der Kollagentechnik - neue Bildkompositionen erschafft. Ein Realismus wird somit vermieden, was wiederum einen kritischen Blick auf die Realität ermöglicht.
Die Faszination für den (urbanen) Raum und Architektur ist auch in ihren Fotografien spürbar, die meist genau dies festhalten.
Eine Ausnahme dazu bilden Malereien der “Embrace” und “entangled” Bilderreihen, in denen sich Mercedes Corvinus mit der Anatomie und Entsexualisierung des weiblichen Körpers auseinandersetzte. Der Beginn der Beschäftigung mit diesem Thema findet sich jedoch bereits in der “Urban Stories” Serie.
Photo: Lara Perner
Kontakt
m.corvinus@outlook.de